Trilaterales Retinoblastom

Das trilaterale Retinoblastom stellt eine Besonderheit unter den Retinoblastomen dar: Es handelt sich dabei um ein sehr selten vorkommendes erbliches Retinoblastom, das gemeinsam mit einem Hirntumor‎ (zum Beispiel einem Pinealoblastom) auftritt. Dabei handelt es sich nicht um eine Metastase‎nbildung, sondern um einen selbständig wachsenden Tumor, der feingeweblich dem Retinoblastom ähnelt.

Ein trilaterales Retinoblastom tritt bei etwa 2 – 3 % der Patienten mit erblichem Retinoblastom auf. Es wird in der Regel erst spät als solches erkannt, da der Hirntumor lange ohne Symptom‎e bleibt. Meist wird es in einem Zeitraum von etwa vier Jahren nach der Diagnosestellung des Retinoblastoms diagnostiziert [WIE2006‎]. Die Prognose‎ ist dann häufig ungünstig. Dies gilt insbesondere dann, wenn bereits die Hirnhäute‎ befallen sind (Menigeosis) und somit die Gefahr besteht, dass sich Tumorzellen – über die Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit‎ (Liquor) – weiter in Gehirn und Rückenmark ausbreiten (siehe Kapitel „Prognose“).

(Quelle: www.kinderkrebsinfo.de/Retinoblastom_Sonderformen)

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