Projekte in Entwicklungsländern

Im Jahr erkranken weltweit zwischen 7000 und 8000 Kinder neu an einem Retinoblastom. Zu viele davon sterben, weil die Versorgung und Früherkennung vor allem in Entwicklungsländern schlecht ist. Während die Überlebenschance in den Industriestaaten über 90% liegt, liegt sie in vielen Entwicklungsländern unter 50%. Das möchten wir ändern. Wir haben eine enge Kooperation mit dem International Council of Ophtalmology, mit dem zusammen wir sogenannte Fellowships an Ärzte vergeben. Inzwischen haben wir in zwei der sog. least developped countries, in Nepal und in Bangladesch eigene Entwicklungsprojekte initiiert.

In Nepal haben wir im letzten Jahr ein engagiertes Ärzteteam gefunden, die am Tilganga Krankenhaus bereits zahlreiche Retinoblastom Patienten betreuen und sehr an einer Verbesserung der Therapie und frühen Diagnose in Kooperation mit der KAKS interessiert sind. Mit diesen Ärzten haben wir die Gründung einer Retinoblastom Klinik beschlossen, die für ganz Nepal zentrale Anlaufstelle werden soll. Dr. Rajkamikar nimmt zur Zeit an unserem Ausbildungsprogramm in Hyderabad, Indien teil und wir nach ihrer Rückkehr intensiv am Aufbau der Klinik arbeiten.

Mit einer sehr engagierten Ärztin (Dr. Roy) aus Bangladesch, die auch an unserem Fellowship Programm in Indien teilgenommen hatte haben wir ein zweites Projekt gestartet. Dr. Roy ist nach ihrem Fellowship Programm intensiv damit befasst, die Retinoblastom Behandlung an ihrer Klinik (Chittagong in Bangladesch) zu verbessern, die Rb-Fälle aus ganz Bangladesch behandelt. Bei etwa der Hälfte der Kinder, die dort eingeliefert werden, ist der Krebs aufgrund der späten Diagnose bereits in das Gehirn eingewandert, was ohne Chemotherapie den sicheren Tod bedeutet – nur können sich die meisten Familien eine Chemotherapie nicht leisten, so dass die Kinder sterben müssen, wenn die Eltern arm sind.

Wir haben nun mit Dr. Roy vereinbart, dass wir versuchen werden ein Unterstützungsprogramm auf die Beine zu stellen, bei dem wir Sponsoren für eine Chemotherapie bei jeweils einem konkreten Kind suchen, um damit den Anreiz für einzelne Spender (oder eine kleine Gruppe) zu schaffen, das Leben eines ganz bestimmten Kindes zu retten. Die Chemotherapie kostet 700 EUR für 6 Zyklen. Wir haben dieses Sponsoren Konzept bereits angetestet und sofort für zwei Sponsoren, (d.h. zwei volle Chemotherapien) gefunden. Unser Ziel sollte es sein, dieses Programm so weiter zu entwickeln, dass wir versuchen alle in Bangladesch anfallenden Extra-Okularen Kinder zu retten. Aktuell wären das 15.000 EUR pro Jahr.

Gleichzeitig müssen wir die Früherkennung in Bangladesch und Nepal verbessern, so dass die Zahl der Kinder, bei denen der Tumor bereits ins Gehirn eingewandert ist, geringer wird. Das verringert dann wiederum die Zahl der Kinder, die eine Chemotherapie in Anspruch nehmen müssen.

FELLOWSHIPS

KOOPERATIONEN

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